• Home
  • Sicherheit
  • Alarmanlage

Einbruchmeldeanlagen

Einbruchmeldeanlagen, umgangssprachlich auch Alarmanlagen genannt, sind elektronische Sicherungseinrichtungen, die das unberechtigte Eindringen in Wohnungen oder Häuser melden. 

Durch eine EMA werden zwei Ziele verfolgt:

  • Durch die sichtbare Montage von Alarmierungseinrichtungen wie z.b. optische oder akustische Signalgeber werden potentielle Einbrecher abgeschreckt. Dem Verbrecher wird vermittelt, dass er entweder mit einem erhöhten Widerstand zu rechnen hat oder dass seine Versuche in das Objekt einzudringen bereits in der Anfangsphase erkannt und entsprechend gemeldet wird. In beiden Fällen wird seine Zeit die Tat auszuführen verkürzt. Damit wird ein Verbrecher sich überlegen ob er sich nicht an ein anders ungesicherte Objekt heranmachen soll.
  • Das nicht rechtmässe Eindringen von Personen wird frühzeitig erkannt und entsprechend weitergeleitet. Gerade in Zeiten, in denen Diebe immer dreister werden und sich auch nicht von anwesenden Personen abschrecken lassen, wird dieser Aspekt immer wichtiger. Durch eine umfassende Aussenhaut-Sicherung können im Haus befindliche Personen gewarnt und so ein Einbrecher abgeschreckt bzw. in die Flucht geschlagen werden.

Beide Ziele werden aber nur von einer professionell geplanten und ausgeführten Anlage sichergestellt. Selbst montierte Anlagen aus dem Bauhaus erfüllen oft nicht die einfachsten Kriterien und werden nach öfteren Falschalarmen nicht mehr ernst genommen.

Wir bieten Anlagen von folgenden Herstellern an:  und 

Ich berate Sie gerne umfassend über Ihre Sicherheitsanforderungen und erstelle ein umfassendes Konzept zur Umsetzung.

Hintergrundwissen zu Einbruchmeldeanlagen

Auszug aus Vorschriftensammlung für Errichter von Alarmanlagen, KFE, Stand: Oktober 2007

Leitfaden für Kunden und Errichter / Mindestanforderungen/Richtlinien

Der Alarmanlagenerrichter sollte den Schutzbedarf des Kunden und seine Erfahrung einbringen und keine Einheitslösung verkaufen. Weiters ist das zu erwartende Täterprofil im Bezug auf die vorhandenen Werte zu berücksichtigen und die entsprechenden mechanischen und elektronischen Sicherheitsmaßnahmen und Möglichkeiten aufgezeigt werden. Als wichtiges Detail zur Vermeidung von Einbrüchen sollten die eingesetzten Maßnahmen als Prävention von Außen sichtbar sein. (Außensirene, Videoüberwachungskamera, Aufkleber „Alarmanlagen geschützt“ etc.)

Ein ausgelöster Alarm ohne entsprechende Intervention ist leider sehr oft ohne Wirkung. Dabei ist großes Augenmerk auf die Interventionszeit zu legen. Je länger die zu erwartende Interventionszeit angenommen wird desto früher sollte detektiert werden und eine Meldung an die Polizei oder eine andere hilfeleistende Stelle Grundsätzlich sollte eine Risikoanalyse über das komplette zu schützende Objekt erstellt werden, ohne Rücksicht auf die zu erwartenden Kosten, um das Risiko einschätzen und entsprechend beurteilen zu können. Eventuelle Einsparungen können dann bewusst mit dem Wissen aller beteiligten durchgeführt werden. Die Entscheidung über die Kosten und dem entsprechenden Restrisiko bleibt jedem selbst überlassen. Es gibt aber für den Ernstfall eine entsprechende Dokumentation.

Die eingesetzten Meldesysteme, die Bedienung und die Betreiberschulung sind wesentliche Bestandteile zur Vermeidung von Fehlalarmen. Daher ist auf diese Punkte die entsprechende Aufmerksamkeit bei der Anschaffung zu richten.

Was unbedingt vermieden werden sollte:

  • Keine Wertgegenstände sichtbar im Fensterbereich positionieren.
  • Keine Hinweise auf Urlaub oder sonstige Informationen über eine Abwesenheit anbringen.
  • Keine zu langen Interventionszeiten durch verzögerten Ruf der Exekutive oder einer sonstigen hilfeleistenden Stelle wählen.

Die Mindestanforderungen sind in der Richtlinie TRVE 31-7 angeführt, wobei für die einfachste Einbruchmeldeanlage der Klasse Privatstandard zur Ausführung kommen sollte.

Auszug aus der TRVE 31-7 „Mindestanforderungen“

Es wird mindestens ein Raumschutz - mittels Bewegungsmelder – sowie eventuelle Einzelobjektsicherung (Bilder, Kunstgegenstände, Tresor) mit den dafür vorgesehenen Meldesystemen gefordert. Die Zugangstüre sollte mit einem öffnungsmelder für den Voralarm ausgestattet sein. Alternativ kann in dieser Klasse auch Außenhautschutz und / oder eine Kombination von Raum-und Außenhautschutz eingesetzt werden. Zusätzlich sollte eine überfalltaste(n) installiert werden. Die technische Ausführung der Einbruchmeldezentrale und der Melder für die Klasse PS nach TRVE 31-7, muss bei den Mindestanforderungen unbedingt berücksichtigt werden (Notstromversorgung, Sirenenanschluss, etc.).

Richtlinien des VSÖ für Einbruchmeldeanlagen

Klassifizierung
  • Privat/Standard
  • Gewerbestandard (niedrig/hoch)
  • Werteschutz
  • Hochsicherheit
  • Überfall
Klasse Privat/Standard

Einbruchmeldeanlagen der Klasse Privat/Standard verfügen über einen einfachen Schutz gegen Überwindungsversuche im scharfen Zustand; es wird angenommen, dass Einbrecher geringe Kenntnisse über Einbruchmeldeanlagen haben und nur begrenzt über leicht zugängliche Werkzeuge verfügen. Einsatzbereich: private Haushalte und Kleingewerbe (Familienbetriebe) ohne besondere Wertgegenstände. Objekte mit höherem Schutzwert müssen mit einer Einbruchmeldeanlage entsprechend der Klasse Werteschutz gesichert werden.

Klasse Gewerbestandard - Niedrig

Verfügen über einen mittleren Schutz gegen überwindungsversuche im scharfen und unscharfen Zustand. Es wird angenommen, dass Täter begrenzte Kenntnisse über EMA haben und nur begrenzt über leicht zugängliche Werkzeuge verfügen. Sicherheitsrelevante Funktionen werden weitgehend überwacht. Der bevorzugte Einsatz sind Handels-, Gewerbe- und Produktionsbetriebe mit geringem Risiko sowie ohne erforderlichen erhöhten Werteschutz.

Klasse Gewerbestandard - Hoch

Verfügen über einen mittleren Schutz gegen überwindungsversuche im scharfen und unscharfen Zustand. Es wird angenommen, dass Täter Kenntnisse über EMA haben und über leicht zugängliche Werkzeuge verfügen. Sicherheitsrelevante Funktionen werden permanent überwacht. Der bevorzugte Einsatz sind Handels-, Gewerbe- und Produktionsbetriebe mit mittlerem Risiko sowie ohne erforderlichen erhöhten Werteschutz.

Klasse Werteschutz

Einbruchmeldeanlagen der Klasse Werteschutz verfügen über einen erhöhten Schutz gegen überwindungsversuche im scharfen und unscharfen Zustand; es wird angenommen, dass Einbrecher mit Einbruchmeldeanlagen vertraut sind und über einen umfassenden Bestand von Werkzeugen und elektronischen Einrichtungen verfügen. Sicherheitsrelevante Funktionen werden permanent überwacht. 
Einsatzbereich: Private Haushalte und Gewerbebetriebe mit besonderen Werten (Schmuck, Bargeld, Kunstgegenstände und Gemälde, wertvolle Teppiche und Gobelins, Antiquitäten, Sammlungen usw.).

Klasse Hochsicherheit

Einbruchmeldeanlagen der Klasse Hochsicherheit verfügen über einen hohen Schutz gegen überwindungsversuche im scharfen und unscharfen Zustand; es wird angenommen, dass Einbrecher die Fähigkeit und Hilfsmittel besitzen, einen Einbruch bis ins Detail zu planen, und über einen vollen Bestand von Einrichtungen verfügen, einschließlich Mittel zum Austausch wichtiger Teile der Einbruchmeldeanlage. Sicherheitsrelevante Funktionen werden permanent überwacht und mit anderen Sicherheitseinrichtungen (Videoüberwachung, Zutrittskontrolle) durch ein umfassendes Schutzkonzept abgestimmt. 
Einsatzbereich: Objekte, bei denen mehrere unterschiedliche Sicherheitsanlagen zusammenwirken, die eine abgestimmte Planung und ein eigenes Sicherheitskonzept benötigen.

Klasse Überfall

Einbruchmeldeanlagen der Klasse Überfall verfügen über denselben Schutz wie Anlagen der Schutzklasse Gewerbestandard. Diese Anlagen beinhalten einen spezifischen Überfallschutz und eine spezifische Bildaufzeichnung. Als Mindeststandard für Geschäfte empfiehlt die Kriminalpolizeiliche Beratung des Bundesministeriums für lnneres je nach Betriebsform die Klasse „Gewerbestandard“. Sollte es sich um Betriebe mit erhöhtem Risiko handeln (z.B. Juweliere, Banken usw.), ist eine höhere Klasse empfehlenswert. Für Betriebe, die über hohe Bargeldsummen verfügen, wird eine Alarmanlage nach der Klassifizierung „Überfall“ empfohlen (Alarmanlage gem. Gewerbestandard, die zusätzlich mit Überfallmeldern ausgestattet ist)

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
zur Datenschutzerklärung Ich bin einverstanden.